Was ist es, wovon du in deinem Leben wirklich träumst? Und wenn es dein Traum ist – warum tust du es dann nicht?
Wenn du mit Elizabeth Uviebinené sprichst, der Gr��nderin der Tagebuch-App Storia und Co-Autorin von „Slay in Your Lane: The Black Girl Bible“, dann nimmst du vor allem eines mit: eine ganz neue Motivation, deinen Traum endlich in die Tat umzusetzen.
„Weißt du, ich bin nicht der außergewöhnlichste Mensch“, sagt Uviebinené bescheiden. „Aber ich habe erkannt, dass ich gut darin bin, Dinge umzusetzen und Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu verwirklichen.“
Genau deshalb hat Uviebinené ihre App entwickelt. Vorausgegangen war ihr 2018 erschienenes Bestseller-Debüt, das voller inspirierender Ratschläge und Geschichten erfolgreicher Schwarzer Frauen steckt – darüber, wie sie mit den besonderen Herausforderungen umgehen, denen Schwarze Frauen im Leben und im Beruf begegnen. Das Buch wurde für Frauen unterschiedlichster Herkunft und Hautfarbe zur Pflichtlektüre und machte Uviebinené selbst zu einem Vorbild.
„Von einer Autorin wie mir erwarten die Menschen Antworten“, erklärt Uviebinené. „Bei Veranstaltungen traf ich Frauen, die mir sagten: ,Ich möchte etwas Ähnliches machen wie du.‘ Die Antworten hatten sie eigentlich schon selbst. Sie brauchten nur das Werkzeug, um diese Antworten ans Licht zu bringen.“

Vom Traum zur Tat
Storia, so Uviebinené, „ist für Menschen, die träumen und ins Handeln kommen wollen. Für Menschen, die vorankommen möchten, denen aber die Orientierung fehlt.“
Auf den ersten Blick ist Storia eine Tagebuch-App, die dich dazu anregt, bewusst Vorsätze zu fassen und täglich innezuhalten, um über deine Fortschritte und Ziele zu reflektieren. Du kannst wählen, worauf du deinen Fokus legst – auf Dankbarkeit, Kreativität, deine Werte, deine Beziehungen zu anderen oder deine Gedanken und Gefühle.
Jeden Tag begleitet dich Storia durch ein kurzes Reflexionsritual, das aus einem Check‑in, einer Dankbarkeitsübung und einem persönlichen Tagebuch-Prompt besteht. Mittels KI hilft dir die App dabei, wiederkehrende Themen, Ziele und Muster in deinen Einträgen zu erkennen und einzuordnen.
Im „Insights“-Tab verbindet dein „Life Arc“ die verschiedenen Aspekte deines Lebens miteinander. So kann sich beispielsweise zeigen, wo ein Problem im Job deine Beziehung beeinflusst oder wie sich schlechter Schlaf auf deine Motivation auswirken könnte. Mit der Zeit hilft dir das, deine Entwicklung im größeren Zusammenhang und mit mehr Abstand zu betrachten.

Die App bietet zudem eine Funktion für gegenseitige Unterstützung: Du kannst dich mit Freund:innen und anderen Storia-Nutzer:innen zusammentun, um deine Ziele im Blick zu behalten. „Menschen brauchen Selbstvertrauen, Gemeinschaft und Klarheit, um den nächsten Schritt zu gehen – ganz gleich, was sie vorhaben“, sagt Uviebinené.
Doch für Uviebinené ist Storia weit mehr als ein Ort, an dem du aufschreibst, was dir durch den Kopf geht.
„Ich sehe darin ein Werkzeug, das Menschen dabei hilft, von A nach B zu kommen und Fortschritte zu machen“, sagt sie. „80 Prozent der Menschen, die die App laden, haben vorher noch nie eine Tagebuch-App benutzt. Sie sehen sich selbst nicht als ,Tagebuchschreiber:innen‘ – sie kommen, weil sie sich mehr Klarheit wünschen, die Muster in ihrem Leben besser verstehen wollen und Unterstützung dabei brauchen, Reflexion in Handlung umzusetzen.“
Erfinde dich neu
Tatsächlich versteht Uviebinené Storia als einen Ort der persönlichen Neuerfindung. „Die meisten Menschen, die Storia nutzen, befinden sich an einem Wendepunkt“, sagt sie. „Sie haben gerade eine Trennung hinter sich oder wollen einen neuen Job, und plötzlich macht es in ihrem Kopf Klick. Sie denken: ,Jetzt ist es an der Zeit, bewusster zu handeln und auf etwas hinzuarbeiten.‘“
Das spiegelt auch Uviebinenés eigene Erfahrungen wider. „Ich hatte in meinem Leben mehrere Wendepunkte, an denen ich mich selbst neu entdecken musste. Und das ist etwas Gutes“, sagt sie.
Tatsächlich führte einer der ersten Wendepunkte dazu, dass sie „Slay in Your Lane“ mitverfasste und ihren Job im Stadtmarketing aufgab. Der nächste führte zur Entwicklung von Storia. „Ich war gewissermaßen in die Buchbranche hineingeworfen worden … Ich war nicht so erfüllt, wie ich es hätte sein können. Also musste ich eine Phase durchlaufen, in der ich mich selbst und meine Ambitionen wieder neu entdeckte – losgelöst von den Erwartungen anderer an mich.“

Menschen brauchen Selbstvertrauen, Gemeinschaft und Klarheit, um den nächsten Schritt zu gehen – ganz gleich, was sie vorhaben.– Elizabeth Uviebinené, Gründerin von [i]Storia[/i]
Diese Phase brachte sie auch dazu, mit dem Tagebuchschreiben zu beginnen. „Es war kein Journaling im klassischen Sinn, eher eine Art ,Scripting‘. Ich habe Sprachnotizen aufgenommen, in denen ich festgehalten habe, wie mein Tag aussehen sollte. Das hat mir Klarheit verschafft … Ich habe erkannt, dass ich es liebe, Dinge zu erschaffen“, erzählt sie.
Uviebinené sah darin die Chance, ein Tool für andere zu entwickeln, das sie durch denselben Prozess begleitet. „Träumen zu können, ist ein Privileg, und ich möchte, dass Menschen die Möglichkeit haben, zu träumen“, sagt sie.
Übernimm die Kontrolle
„Die Leute fragen mich immer: ,Woher weißt du, dass du in etwas gut bist?‘ Ich antworte dann: ,Was fällt dir leicht, während andere Menschen sich damit schwertun?‘“, erzählt Uviebinené. „Oft sind die Hinweise längst da: in den Dingen, zu denen Menschen immer wieder zurückkehren, in der Arbeit, die ihnen Energie gibt, und in den Stärken, auf die andere ganz selbstverständlich bei ihnen zählen.“
Letztlich möchte Uviebinené, dass du dieselbe Kontrolle über dein Leben übernimmst, die sie über ihr eigenes gewonnen hat – indem du Storia nutzt, um zu verstehen, was die Muster in deinem Leben über dich verraten und was dich wirklich erfüllt.
„Ich habe die Antworten nicht – du hast sie!“, sagt sie. „Alle Antworten liegen in dir.“